Vera Friedländer


VERA - Späte Notizen

 

 

 

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[= Szene Raum Spiel, Band 3]
 

trafo Literaturverlag 2012, 77 S., ISBN 978-3-86465-018-5, 9,80 EUR

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Die dreizehnjährige Vera erlebt im Kreise ihrer großen Familie das Chanukkafest des Jahres 1941. Es ist das Berlin der Nazizeit. Fast alle Familienmitglieder müssen den gelben Stern tragen; sie selbst gilt nach den Kriterien der Nürnberger Gesetzte als "Mischling ersten Grades". Nach dem Fest verschwindet ein Verwandter nach dem anderen bei dem Versuch, aus dem Land zu flüchten; andere werden auf „Transport" geschickt oder kommen einfach von der Arbeit nicht wieder. Vera überlebt Zwangsarbeit, Hunger und Luftangriffe, hofft noch viele Jahre lang, ihre Verwandten irgendwann wiederzusehen.

Das Stück ist die Theatralisierung des Romans „Späte Notizen" der Autorin. Es entstand in der Zeit vom Januar bis August 2012.

 

"Wir haben Bella zum Bahnhof gebracht und sie der Mutter in den Arm gegeben. Die Familie stieg in den Zug. Ich dachte plötzlich, dass ich sie nicht wiedersehen würde. Benno und Erika sind schon unterwegs, die kleine Gitta in der Obhut, die alle für sicher halten. Paul ist mit seiner Frau und den drei Kindern aus dem Judenhaus geholt worden. Er ging widerstandslos. Unsere Wohnung ist plötzlich so leer. Sie haben Debora aus der Fabrik geholt. Debora und alle anderen Jüdinnen.Sie haben sie so mitgenommen, wie sie waren, ohne Mantel. Ich bin jetzt allein mit meiner Mutter. Sie ist nicht sicher, dass die Ehe ein Schutz ist. Ich glaube, sie macht sich schreckliche Gedanken."

 


 

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